Jesus und Liebe - Februar 2019

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„Ich liebe dich.“ In Hunderten von Sprachen und Dialekten stehen diese drei Worte auf einer 15 Meter langen und vier Meter hohen blauen Kachelwand in einem Park auf dem Montmartre in Paris. Gerne lassen sich junge und auch ältere Paare küssend vor dieser Wand fotografieren.
Nichts wird in Liedern häufiger besungen, nichts in Filmen schmachtender herbeigesehnt als die Liebe.


Doch von dieser Liebe spricht Jesus erstaunlich selten, fast nur im Zusammenhang mit ihrem Scheitern bzw. mit dem Scheitern einer Ehe. Doch Jesus redet von zwei Aspekten der Liebe, die ihr ganzes Spektrum ausmachen.
Da ist zunächst die Gottesliebe, kein vages Gefühl, sondern etwas, was den ganzen Menschen betrifft: Herz und Seele, aber auch Verstand und Gedanken. Und vor der Liebe steht eine Entscheidung: Gott als den Herrn anzuerkennen. Da ist nicht von einem Liebesrausch die Rede, nicht von Schmetterlingen im Bauch, sondern von einem klaren Ja, das den ganzen Menschen betrifft und verändert. Die Liebe krankt heute ein wenig daran, das sie auf ein – wenn auch starkes – Gefühl reduziert wird, das mal da ist, dann aber auch wieder weg sein kann und für das ich eigentlich nicht verantwortlich bin.
 
Der zweite Aspekt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst – und handle auch danach. Die Gottes- und Nächstenliebe, wie sie Jesus beschreibt, setzt keine rosarote Brille auf, im Gegenteil: Sie öffnet mir die Augen für mich selbst und meine Mitmenschen und ist anspruchsvoll und zugleich Wegweiser zum Reich Gottes.

Und wo hat die Liebe zwischen zwei Menschen da noch ihren Platz? Diese wunderbaren Gefühle und körperlichen Freuden? Sie ist ein Teil dieser Gottes- und Nächstenliebe. Denn Gott hat uns in seiner Schöpfung dazu geschaffen und berufen, Liebe, Glück und neues Leben zu schenken. Und wer könnte mir näher stehen als der Mensch, mit dem ich das Leben teilen möchte, Freude und Kummer, Glück und Schmerz, Hoffnung und Angst.

Doch die Liebe zu zweit darf nie  „Egoismus zu zweit“ sein, denn dann verkümmert die Liebe. Denn die Liebe zu zweit ist immer ein Aspekt der Gottes- und Nächstenliebe.
 
 
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