Bibel hören-lesen-leben - März 2019

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Bibelstellen –
Tageslesungen

Wir sind Christen. Jesus ist unser Weg, unser Zugang zu Gott/Vater.

In jeder PGR-Sitzung teilen wir gemeinsam den Evangeliumstext des nächsten Sonntags. Wir bekommen den Text eine Woche vorher. Jeder liest ihn. Versucht ihn zu verstehen.

Jeden von uns 12 spricht ein anderes Wort an, stolpert schon seit Jahren über gewisse Formulierungen, hat Fragen, versteht etwas nicht, hat darüber schon woanders gelesen, …. Es ergibt sich ein Gespräch über Sichtweisen zum Bild Jesu, was der Evangelist damit sagen will, was Jesus meint, usw.

Anfangs war es ungewohnt, darüber zu sprechen. Ist ja auch nicht Routine in unserem Alltag, gehört nicht zu unseren Gesprächsthemen. Es ist ein achtsames Reden/Umgehen miteinander. Kein gegenseitiges Belehren, es geht nicht um Recht haben.

Wie wichtig ist es, die oft schwierigen Konstruktionen der Evangelisten oder Paulus‘ Theologie zu verstehen? Das kam letztens im PGR zur Sprache. Auch mir geht es oft so, das mich eine Textzeile oder ein gesprochener Satz während des Gottesdienstes oder das Abschlussgebet anspricht. Doch ist es das? Julius wendete dazu wieder einmal ein, dass es doch wichtig und ausschlaggebend ist, was diese Textstelle mir heute, jetzt sagen will. Was das mit meinem Leben jetzt, hier zu tun hat. Und dafür ist das Verstehen der Situation, die in der Lesung, im Evangelium erzählt wird, erforderlich.

Das Bild von Jesus, die Beziehung zu ihm, entsteht nicht von heute auf morgen. Ist ein Weg. Das Beschäftigen mit der Bibel, ihrer Zeit, Kultur und Sprache, dem Gottesbild, und ich weiß nicht was noch alles, ist genauso ein Weg. Ist der ein und derselbe Weg. Jeder geht seinen persönlichen und braucht Hilfe, Gemeinschaft, Hirten, Zeit und Gebet.
Das tägliche Lesen der Bibelstellen ist eine Möglichkeit, Tag für Tag die Bibel in die Hand zu nehmen. Es kommen immer wieder sehr bekannte Textstellen, die mich gerade heute ansprechen. Im Nachdenken darüber, was das jetzt soll, warum gerade diese Stelle, warum gerade vor Monaten z.B. der Zachäus, der auf dem Baum sitzt und Jesus sehen und eigentlich nur zuschauen will, doch Jesus sagt: „ Komm runter, ich will heute zu dir kommen!“

Diese Stelle ist mir seit meiner Kindheit bekannt. Hörte sie immer wieder. Doch vor Monaten war es anders.
Es ist spannend, die Bibel zu lesen, gemeinsam den Inhalt ins Heute zu bringen. Dies geschieht auch in Christen im Gespräch, in Bibelrunden und –seminaren. Ist Arbeit. Das Vorbereiten durch Julius aber auch das Zuhören, Aufnehmen und Verarbeiten. Ist ein Prozess.
Wo und mit wem bringe ich meine Fragen zur Sprache?
Mariann Lachinger
 
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