Nostalgieseite - Juni 2019

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Am 4. Sonntag nach Ostern wird der Welttag für geistliche Berufe gefeiert. In den letzten Jahren wurde immer wieder der Zölibat in Frage gestellt. Schon im Juni 1992 hat P. Julius dazu mit einer Geschichte in der Pfarrzeitung zu diesem Thema Stellung genommen:

Der Direktor einer großen Firma sucht einen Stellvertreter. Er hat drei Kandidaten: gleich alt, gleich tüchtig, gleich fähig. Herr X ist Junggeselle. Er ist voll bei der Sache, aber sind seine 8 Arbeitsstunden vorbei, dann vergisst er die Firma und geht seinen eigenen Interessen nach und ist für die Firma nicht mehr erreichbar. Ab und zu ist er zwar bereit, einige Überstunden zu machen, aber nur gegen gute Bezahlung.
Herr Y ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er macht seine Arbeit pflichtbewusst und wenn`s brennt ist er dem Direktor auch behilflich, auch außerhalb seiner Arbeitszeit. Aber das sollte die Ausnahme bleiben, denn schließlich hat er eine Familie.
Herr Z ist unverheiratet, geht in seiner Arbeit auf, ist immer erreichbar. Er geht in seiner Arbeit auf, weil sie ihn fasziniert und erfüllt. Mit ihm kann der Direktor immer rechnen.
Nach einigem Überlegen entscheidet sich der Direktor für Herrn Z. Nicht weil dieser fähiger oder tüchtiger ist als die anderen beiden, sondern wegen der Hingabe mit der er seine Arbeit macht. Er identifiziert sich sozusagen mit der Firma.

Warum erzähle ich das? Ich denke an den Weltgebetstag für geistliche Berufe. Ich denke an die Kirche Jesu. Er braucht Menschen wie diese drei. Aber irgendwie kann man Herrn Z mit dem unverheirateten Priester vergleichen. Arme Kirche, wenn es solche „Typen“ wie Herrn Z nicht mehr gäbe!
Was es 1992 noch gab:
Familienwanderung, Frauenrunde, Mütterseminar, Junge Woche, Treffpunkt 60, Jugendgespräche, Bibelrunden und Kegelabende
Für Sie zusammengestellt
Annemarie Schermann
 
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