Stephansdom - Sept 2020

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Stephansdom

RUBRIK: Dome in Europa
Die Wiener Stephanskirche: das Herz von Wien

Im Jahr 1137 im Zusammenwirken zwischen dem Babenbergermarkgraf Leopold IV. und dem Passauer Bischof Reginmar durch den Vertrag von Mautern begründet, wurde die erste romanische Kirche im Jahr 1147 geweiht.
Der Besucher, der die Kirche von Westen her durch das aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende Riesentor betritt, sieht sich zuerst dem „Hausherrn" gegenüber – dem in der Mandorla (= mandelförmiger Heiligenschein um die ganze Figur) thronenden Christus.


                                       Maria in der Sonne

Doch in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges, zwischen dem 11. und 13. April 1945, blieb auch St. Stephan nicht mehr verschont vor der Wut der Vernichtung durch Feuer.Der Dom schien verloren. In der Folge jedoch unterstützten alle Bundesländer, die Bundesregierung, die Kammern, die Vereinigung österreichischer Industrieller und auch das Ausland den Wiederaufbau.
Am 19. Dezember 1948 konnte das Langhaus und weitere vier Jahre später, am 23. April 1952, der ganze Dom feierlich wiedereröffnet werden. So ist St. Stephan heute Haus Gottes und Zeuge des Glaubens.


Im Jahr 1359 legte der junge Habsburgerherzog Rudolf IV., der Stifter, in der Nähe des heutigen hohen Südturmes, den Grundstein zur gotischen Erweiterung „seiner" Kirche.

1433 war dann auch der hohe Südturm vollendet, ab 1440 wurde, noch vor Einwölbung des dreischiffigen Raumes, der mächtige Dachstuhl aus Lärchenholz geschaffen.

Im Jahr 1450, in der Regierungszeit Kaiser Friedrichs III., erfolgte die Grundsteinlegung zum Bau des Nordturms, der aber nicht mehr vollendet wurde. Als im Jahr 1469 das Bistum Wien errichtet wurde, wurde St Stephan zur Bischofskirche.

Das Barock zog gleichsam in zwei Wellen in die Kirche ein: Am 19. Mai 1647 wurde der von Johann Jakob und Tobias Pock geschaffene neue, dem Hl. Stephanus gewidmete Hochaltar geweiht.  Zu Ende des 17. Jahrhunderts kamen zwei Gnadenbilder in die Kirche: „Maria in der Sonne" und die durch ein Tränenwunder ausgezeichnete Ikone „Maria Pötsch".

Für St. Stephan, dessen Baukörper, in der Barockzeit vernachlässigt, mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts seine großen Schäden kaum mehr verbergen konnte, begann nun eine Epoche der Erneuerung durch Sicherung der Bausubstanz in denkmalpflegerisch hervorragender Weise.

                                 Weinende Madonna von Pötsch

Der hier abgedruckte gekürzte Text stammt ursprünglich von der offiziellen Homepage der Stephanskirche (www.stephanskirche.at)




In dieser neuen Rubrik wird je nach Verfügbarkeit jeden Monat ein neues berühmtes kirchliches Monument in Europa vorgestellt.
Ich hoffe hier den Geschmack der Leserschaft zu treffen und wäre an Rückmeldungen dazu sehr erfreut.
Erstellung: Erwin Hipfinger





 
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