"Gemeinde" - März 2020

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Die Gemeinde ist von Anbeginn an ein Merkmal des christlichen Glaubens, der auf Gemeinschaft angelegt ist – mit Gott und untereinander.

Die Autoren des Neuen Testaments verwenden den Begriff „Gemeinde“ sehr häufig, in seiner griechischen Form „ekkle-sia“, was wir heute spontan eher mit Kirche übersetzen.

Die zur Bergpredigt Jesu versammelten Menschen werden nicht als Gemeinde bezeichnet, und wir verstehen sie heute auch nicht so. Dennoch können wir diese Gemeinschaft unter dem Begriff „Gemeinde“ betrachten. Aus mehreren Gründen:

Die neutestamentlichen Autoren bezeichnen mit „Gemeinde“ in erster Linie eine Gemeinschaft von Menschen, die an Jesus glauben. Daher hat jede christliche Gemeinde ihren Ursprung in Jesus selbst. Der griechische Begriff „ekklesia“ leitet sich ab von „ekkaleo“, was „herausrufen“ be-deutet. Auch das kann auf die Gemeinschaft der Bergpredigt zutreffen.
Die lockere, unorganisierte, da-durch  auch unverbindlichere Gemeinschaft der Bergpredigt-Gemeinde ist eine Form, nach der Christen auch heute suchen: Einmalige, zeitlich befristete Erlebnisse. Kirchentage, Weltjugendtage sind für manche die einzigen „Kontakte“ zu Glaube und Kirche, die durchaus prägen und ermutigen können.

Sicherlich widerspricht das der gängigen Vorstellung von Gemeinde, die auf Regelmäßigkeit und Dauer angelegt ist, doch ist für manchen heute diese Verbindlichkeit auch abschreckend. Die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer der Bergpredigt sind nicht (oder nicht sofort) Jesus nachgefolgt. Doch bei manchen ist sicherlich ein Grund gelegt worden, auf dem später Nachfolge stattgefunden hat. Und das dürfen wir auch in der Gegenwart hoffen. Dass das Wort Jesu – wo und wann es auch gehört wird – früher oder später Früchte trägt.
(Aus „Image“, Arbeitshilfe für
Öffentlichkeitsarbeit)
 
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